Was zu oft vergessen wird...

Wenn Ihr jetzt gerade am Beginn Eurer Hochzeitsplanungen seid, möchte ich Euch aus meiner Erfahrung 3 Punkte mitgeben, die nicht nur Eure Orga betreffen, sondern auch wesentlich sind, um aus einer Hochzeit ein wirklich persönliches und entspanntes Event werden zu lassen.

 

 

Denn was zu oft vergessen wird, wenn sich Paare ganz in die Hochzeitsplanung werfen, ist

 

1.            Struktur

 

2.            Entspannung

 

3.            Tschüss, Perfektionismus!

 

 

Die ersten zwei Punkte sind eigentlich selbstredend:
Struktur heißt: Sobald Ihr die groben Eckpfeiler Eurer Hochzeit habt, könnt Ihr diese runterbrechen auf kleine Steps, die als Teilziele nicht nur eine wunderbare Motivation bieten, sondern Euch vor allem Überblick, Planung und Organisation liefern. Und damit auch weniger Aufwand, weniger Arbeit, weniger Zeit-Verschwendung, weniger Geld ausgeben. Und sehr viel mehr Entspannung….
Entspannung heißt aber auch: Lasst nicht die Monate vor Eurer Hochzeit nur noch von diesem schönen Thema regieren. Sondern schafft Euch auch Auszeiten, tragt Euch die zusammen mit Euren Teilzielen vielleicht in einen großen Kalender ein. Egal, ob Ihr pro Woche bis zur Hochzeit zwei Tage einplant, die tabu sind für dieses Thema. Oder, ob Ihr euch regelmäßig alle paar Wochen einen Wellnesstag gönnt oder andere Auszeiten zu Zweit. Hauptsache, Ihr vergesst Euch nicht in all dem planen und organisieren.

Und damit sind wir bei meinem eigentlichen Lieblings-Punkt: Tschüss, Perfektionismus!

 

Ich erlebe leider viele Paare, die sich von ihrem großen wunderschönen Tag so sehr verstricken lassen, dass es von einem anfänglichen „Es soll alles wunderschön sein!“ in ein finales „Das muss perfekt werden!“ ausartet.
Und das ist nicht nur für Euch anstrengend, sondern kann auch euer Umfeld, die Freunde, die Gäste, ja sogar eure Dienstleister ziemlich miesepetrig machen, wenn es übertrieben wird.

Meine ganz persönliche Lieblings-Erfahrung im Unperfekt sein durfte ich übrigens lernen, als ich meine eigene Hochzeit geplant habe. Da das aber eine abendfüllende Geschichte ist und irgendwann ein Roman wird, möchte ich Euch mein zweites nachhaltiges Erlebnis in Unperfekt ans Herz legen, nämlich, als ich mein erstes Buch veröffentlichte…  
Die Geschichte dazu findet Ihr hier. Und das Buch hier.

Da ich also aus wirklich eigener durchlittener Erfahrung so schlauschwätzen kann, möchte ich Euch deshalb gerne folgende Gedanken für Eure Hochzeitsplanung mitgeben.
Macht Euch bitte frei von dem (immer noch durch überproportional viele Brautköpfe geisterndem ) Irrglauben, eine Hochzeit müsse „perfekt“ sein!
Ganz zu schweigen davon, dass keine Hochzeit perfekt ist --  die Quadratur des Kreises hat auch immer noch keiner erfunden und Ihr müsst das auch nicht ausprobieren. Denn falls Ihr nicht beruflich Wedding Planer seid, bekommt Ihr das nicht hin. Ja, ganz ehrlich und wirklich.
Und bevor Ihr aufgrunddessen vielleicht doch noch einen ‚falschen Ehrgeiz‘ entwickelt, möchte ich Euch auch noch einen zweiten Gedanken dazu als „Anschubser“ verraten:
Möchtet Ihr, dass Eure Hochzeit mehr als nur „eine Party“ ist? Soll Euer großer Tag vielleicht eher sowas wie einen nachdrücklichen, weil positiven Eindruck hinterlassen und wundervolle Erinnerungen zaubern, auch noch in fünf oder fünfzig Jahren?!?
Dann lasst Eure Feier und Trauung unperfekt. Egal, ob das Wetter passt, die Hussen da sind, die Stühle im 90°-Winkel stehen, die Servietten richtig rum liegen oder falsch gefaltet sind; egal auch, ob das Buffet fünf Minuten später oder früher eröffnet wird, als euer Zeitplan das sagt; egal, ob kleine Kinder schreien und scheinbar ‚stören‘, ob Oma kommt oder Onkel Dieter beleidigt vom Sektempfang verschwindet, auch wurschtegal, ob Ihr wirklich dieses kleine Deko-Fitzelchen unbedingt noch habt oder nicht – alles egal!
Vielleicht tröstet Euch auch der sehr rationale und (aus nicht nur meiner Erfahrung entstandene) Gedanke: Es gibt keine perfekte Hochzeit, die sich easy organisieren läßt! Und je mehr Ihr trotzdem planungstechnisch festtuckern wollt, desto größer ist die Gefahr von (noch mehr) Stress und/oder Enttäuschung.

 

Deshalb: Tschüss, Perfektionismus! Und her mit der unperfekten, aber persönlichen und authentischen Hochzeit!
Denn das, was eine in meinen Augen „perfekte“ Hochzeit auszeichnet, das bringen alle Paare von Anfang an mit, vergessen es aber leider sehr oft: Nämlich sich, ihre Beziehung, ihre Liebe – und den Wunsch, diese Liebe mit so einem Fest, und einigen Gästen, zu feiern.
That’s it. Nicht mehr, aber auch nicht weniger.

 

Dazu braucht Ihr keine trölftausend Deko-Artikel, keine perfekten Hussen oder Servietten und sogar auch keine stillen Kinder. Dafür braucht es das wichtigste und günstigste zugleich, das nur Ihr habt: Vorfreude, bei Euch bleiben und genießen können.
Kostet nix, außer: Dass Ihr den Fokus während eurer Vorbereitungen darauf lasst.
Wie Ihr das schafft, und auch, dass euer Alltag sich trotz aller Planung und Orga auch wirklich entspannt gestalten kann?
Dazu erzähle ich in einem der nächsten Blog-Artikel mehr.