Hochzeits-Locations – 6 Tipps für Eure erfolgreiche Suche

Wie kann man sich die Wunsch-Hochzeits-Location sichern?
Welche Punkte sollte man generell beachten?
Und was hat Albert Einstein damit zu tun?!?

Falls Ihr Eure Hochzeit schon beginnt zu organisieren, und mit etwas Planungssicherheit umsetzen möchtet, kommen hier sechs Tipps zum Thema „LOCATION“.

 


Der Heiratsantrag kam, es schwelgte sich noch so herrlich eine Weile in diesem unglaublichen Gefühl, dann vergeht ein bisschen Zeit und irgendwann wird die konkrete Planung angegangen. Und für viele Paare kommt da schon eine erste, harte Ernüchterung: Die Wunsch-Location ist bereits ausgebucht! Hilfe!!!

 

 

 

 

Wenn man als Redner für freie Trauungen tätig ist, kann man durchaus bestätigen, was Ihr als Brautpaar vermutlich auch schon zu hören bekommen habt: Mindestens 12 Monate Vorlauf und Planung sind nötig, um eine gelungene Hochzeit zu feiern, wie Ihr sie Euch wünscht!

Meine Erfahrung zeigt mir allerdings: Es sind eher 16 bis 24 Monate, die den erfüllenden, weil erfolgreichen, Orga-Vorlauf für Eure Hochzeit ausmachen.

 

Das heißt für Heiratswillige: Nicht nur meine Kapazitäten als Rednerin werden schon rege mindestens ein Jahr vorab abgefragt, sondern vor allem die der beliebtesten Locations sind für die nächste Hochzeits-Saison bereits hart umkämpft.

 

Ich stelle fest, dass Anfragen früher und schneller eintreffen, und allein daran ist messbar, wie sehr (und wie viele) Paare bereits mit Vorlauf in Planung gehen – und dementsprechend auch die begehrten Traumlocations umso schneller ausgebucht sind.

Der Trend zur freien Trauung ist ungebrochen, deshalb liebäugeln nun auch verstärkt viele Paare mit zahlreichen anderen und neuen Locations, die bisher nicht für eine (klassische) Hochzeit in Frage kamen, weil sie nicht in deren Rahmen passten.

 

Aber keine Sorge: Wie Ihr trotzdem zu Eurer Wunsch-Location für Euren einmaligen und großen Tag kommt, verrate ich Euch hier!

 

  1. Die Wunsch-Location zum Wunsch-Datum rechtzeitig sichern!
    Wenn Ihr eine absolute Wunsch-Location zu Eurem absoluten Wunsch-Hochzeits-Datum habt, gibt es nur eins, was Ihr tun müsst: Vergesst alle Tipps, die mit der 12-Monats-Vorlauf-Regel an Euch herangetragen werden!
    Ihr solltet mindestens 18 bis 22 Monate vorher anfragen. Nur das sichert Euch in der Regel zu 90% einen der wichtigsten Parts in Eurer Wedding-Planung.
    Das bedeutet im Umkehrschluss allerdings auch:
    Wenn Ihr mit weniger als diesem Zeitrahmen startet, und falls Eure Wunsch-Location sehr begehrt ist (was schnell das Suchmaschinen-Ranking sagen kann), steigt leider auch die Wahrscheinlichkeit einer Absage. Und je mehr „Wedding-Hot-Spots“ Ihr auf Eurer Liste habt, umso mehr Absagen werden vermutlich leider eintrudeln…

 

Aber: Was tun, wenn viele Eure Wunsch-Location(s) nur noch absagen?
Keine Panik --- hier kommen 5 weitereTipps, die Abhilfe schaffen können!

 

  1. Werdet zum Location-Trüffel-Schweinchen!
    Wenn Eure Wunsch-Location No. 1  nicht mehr frei ist, erweitert Euren "Such-Radius" und werdet regelrecht zum Location-Trüffel-Schweinchen!
    Vielleicht muss es ja doch nicht das erste Haus am Platz, das schönste Schloss oder die angesagteste Vintage-Scheune sein, die schon viele andere Paare haben möchten oder die zuerst im Internet gelistet werden?
    Manchmal lohnt sich nämlich ein wenig längeres Stöbern in Suchseiten, und oft ist es auch nur ein Verändern der Suchbegriffe, was schon andere erfolgreiche Links für Euren großen Tag bietet.
    Oder Ihr entdeckt ein paar schlechte Online-Fotos einer Location, bei der Euer Bauchorakel seltsamerweise trotzdem jubelt und die man sich am Wochenende mal spontan live ansieht, um vor Ort dann selbst restlos begeistert zu sein?

    Deshalb hilft Euch vielleicht auch Tipp Nr. 3:
  2.  Raus mit der „Schere im Kopf“ – her mit den offenen Sinnen!
    Manchmal hat man bestimmte Vorstellungen, wie etwas zu sein hat.
    Das gilt natürlich besonders für eine Hochzeit, bei der möglichst alles nach den persönlichen Wünschen laufen soll.
    Leider kann das auch schnell zu einer ungewollten Blockade werden, wenn diese Vorstellungen (zu) viel Raum bekommen: Denn die reale Welt bietet noch ganz andere Überraschungen – wenn sich die Vorstellung nur ein bisschen mehr öffnet oder die Erwartungshaltung etwas weniger wird.
    Oft hilft einem auch „Freund Zufall“ auf leichten Füßen, wenn Augen & Ohren offen bleiben, und wir nicht schon mit bleischwerer „Schere im Kopf“ durch den Alltag gehen. Dabei können Lösungen entstehen, die nicht unbedingt von alleine und/oder vorher zu sehen waren!
    Zum Beispiel, weil bei einem Ausflug aufs Land eine überraschend schöne Location entdeckt wird, oder in der lokalen Presse ein Artikel für eine Neu-Eröffnung steht, oder weil Ihr in einem Hochzeits-Forum einen hilfreichen Beitrag findet, oder durch Hinweise von Freunden oder Arbeitskollegen auf etwas anderes aufmerksam geworden seid…

    Und da komme ich schon zum nächsten Glückskeks in Sachen Hochzeits-Location!
  3. Einsteins Tipp oder
    Aktiv in Eurem erweiterten Umfeld nach Locations fragen!
    So weit, so schade: Ihr habt durch eigene (und wahrscheinlich sehr intensive) Suche immer noch keine Fortschritte erreicht in Sachen „Wo heiraten wir eigentlich?!?“. Ein kleiner Perspektivwechsel könnte weiterhelfen.
    Denn wie schon Albert Einstein wusste: Ein Problem löst man nicht auf der Ebene, auf der es entstand!

    Also raus aus dem bisherigen Aktionsschema und rein in die reellen Kontakte!
    Fragt im Familienkreis, bei Freunden, Arbeitskollegen oder Bekannten nachfragen, ob sie Empfehlungen parat haben. Eventuell dafür auch eine Rundmail durch Eure Kontakte schicken – verbunden mit der Bitte um Weiterleitung an bereits Verheiratete?
    Okay, es ist vielleicht etwas gewöhnungsbedürftig, bei seinen Nachbarn oder dem Auto-Mechaniker des Vertrauens anzufragen, ob die eine tolle Hochzeits-Location wissen. Aber hey: Es geht immerhin um Euren großen Tag! 
    Sprich: Traut Euch ruhig auch, ungewöhnliche Wege zu gehen!

    Womit ich bereits beim vorletzten und sehr wichtigen Tipp bin!
  4.  Seid mutig --- und mal ungewöhnlich!
    (Oder einfach nur Ihr selbst!
    )
    Wenn auch bis hierher alles bisher erfolglos war, hilft das Suchen und am Traum festhalten auch nicht länger. Weil: Entweder rennt Euch jetzt die Zeit davon oder Ihr absolviert einen unfreiwilligen Marathon in Sachen „Frustrationsgrenzenerweiterung“.

    Es gibt nämlich durchaus Punkte in der Hochzeitsplanung, da hilft es mehr, bewusst zu erkennen, dass jetzt nichts mehr so weitergeht wie vorher -  egal, wie sehr es gewünscht oder versucht wurde!
    Und dann bleibt nur noch eins: Nämlich einfach mal loslassen!
    Von einem verständlichen, aber verzweifelten „Es soll aber die-und-die-Location sein!“-Gedanken, loslassen von der freizeitaufzehrenden Suche, und auch loslassen von den vielen Vorstellungen.
    Denn die stammen vielleicht gar nicht immer all e von einem selbst als Paar, sondern die hat dieses großes ominöse „man“ da hineingezaubert: „MAN heiratet am besten in der Kirche / im Gasthof / auf der Wiese!“, „Wenn MAN schon eine freie Trauung macht, dann nur so-und-so!“,  „Sowas macht MAN nicht!“, „Da kann MAN doch keine Hochzeit feiern!“, usw

    Und statt weiterführendem „Krampf“ (schlimmstenfalls auch noch internem „Kampf“), sich einfach hinsetzen und überlegen:
    Was ist uns eigentlich beiden, nur uns!, wirklich wichtig? Welche Form von Hochzeit möchten wir zwei tatsächlich? Um was geht es uns dabei???

    Das ist nicht einfach, von den ersten Wünschen weg zukommen und sich langsam mental an Alternativen heranzupirschen!
    Aber vielleicht könnt Ihr Euch – nach zwei bis sieben Überlegungen – auch andere Locations vorstellen und entsprechend die Suchmaschine füttern oder im Umkreis fragen oder live auf die Suche gehen?
    Muss es die idyllische Strandbar am Meer sein oder tut es nicht auch das Vereinsheim der Forellenzüchter am nahegelegenen See? Brauchen wir die Berge im Hintergrund als Kulisse oder freuen wir uns auch über eine Hütte, die ein lokales Restaurant in seinem Biergarten anbietet? Oder ist es denkbar, eine genial-gemütliche Gartenparty zuhause zu feiern? Vielleicht noch mit einem Foodtruck, weil Ihr euch am Döner-Stand kennengelernt habt?!?

    Also --- seid mutig! Und vor allem: Traut Euch, Ungewöhnliches zu wagen und umzusetzen, und dabei trotzdem erst recht Euren eigenen Weg zu gehen!

    Und damit kommt auch schon der letzte Tipp:
  5. Egal, was MAN sagt oder macht:
    Alles kann, nichts muss. Denn Ihr heiratet wie und WANN Ihr wollt!

    Angenommen, Ihr konntet – warum auch immer – Eure Hochzeitsplanung in Sachen „Location“ auch nach vielen Monaten und allen bisherigen Tipps nicht verwirklichen. 
    Dann möchte ich Euch einen Gedanken präsentieren, der schon so manchem Paar geholfen hat: Alles kann, nichts muss. 
    Denn bevor man sich mit verzweifelter Suche noch mehr hauseigenen Stress kreiert und nur noch unglückliche Launen herrschen und nervenaufreibende Stimmung – krempelt einfach alles um, und verschiebt alles um ein oder zwei Jahre!
    Vergesst das Wie und Wann Eurer Hochzeit, das bisher vielleicht in Stein gemeißelt schien, und genießt stattdessen Eure Zeit zu zweit wieder!
    Plant weiter, aber in entspannt – und Ihr könnt alles „in easy“ zum nächsten Wunschtermin angehen!

    Und außerdem:
    Die Wahrscheinlichkeit, dabei die Wunsch-Location zum Wunsch-Datum zu bekommen, nimmt rapide zu, vor allem in der „Hoch-Saison“ von Mai bis September.

    Aber dazu erzähle ich Euch ein anderes mal mehr, wenn es um das „ideale Hochzeitsdatum“ geht!