7 Survival-Tipps während Eurer Vorbereitungsphase

 

 

 

 

Keine Frage: Heiraten ist toll!

Hochzeitsvorbereitungen dagegen können ziemlich anstrengend sein.... und dann schnell die eigentliche Romantik vertreiben.

 

Viele Paare, die ich begleiten darf als Rednerin, erlebe ich hautnah in ihren Vorbereitungen für ihre freie Trauung --- und leider erlebe ich dabei auch noch sehr viel mehr, wie viele Paare in einen Stress-Strudel geraten. Und dabei ist das oft nicht nötig!

 

 

Damit Ihr die größten Stress-Faktoren vermeiden könnt, bekommt Ihr hier meine persönlichen 7 Survival-Tipps, wie Eure freie Trauung entspannt geplant, vorbereitet und umgesetzt werden kann.

  1. Lieber nicht perfekt!
    Natürlich wollt Ihr, dass eure Vorstellungen und Ideen möglichst so umgesetzt werden, wie Ihr euch das für diesen großen Tag wünscht!
    Aber: Ich habe noch keine Hochzeit ohne Ungeplantes oder Unvorhergesehenes erlebt. Keine einzige!
    Im Gegenteil: Am unperfektesten liefen tatsächlich immer (Immer!) leider die Hochzeiten, die perfekt sein sollten, laut Paar. Und deshalb werde ich nicht müde, ‚meinen‘ Paaren von Anfang an zu sagen:
    Es gibt keine perfekte Hochzeit – hört bitte auf, Euch unter Druck zu setzen und wahnsinnig zu machen.
    Bitte entspannt Euch, verliert nicht aus dem Fokus, um was es an diesem Tag eigentlich geht – nämlich um EUCH und eine tolle Feier, an die Ihr euch noch lange und vor allem gerne zurück erinnert.
    Also: Lieber nicht perfekt, dafür ganz wenig „So muss das aber sein!“.

    Und das bringt mich gleich zum nächsten Punkt:

  2. Hochzeits-Auszeiten
    Eine Hochzeit zu organisieren, bedeutet viel Zeit-Invest. Und egal, wie entspannt Ihr bleiben wollt: Irgendwann kommt der Punkt, an dem Ihr das Wort „Hochzeit“ nicht mehr hören könnt… versprochen!
    Das ist nicht schlimm, es passiert allen Paaren und ist einfach nur verständlich.
    Dabei gäbe es einen ganz einfachen Trick: Verschafft Euch einfach festvereinbarte, kleine „Auszeiten“!
    Am besten ist es, ab Beginn Eurer Vorbereitungen ein Commitment mit Euch selbst einzugehen: Regelmäßig pro Monat im Kalender eine Woche wirklich „hochzeitsfrei“ halten! Und falls Euch das zuviel erscheint, macht pro Woche einen Tag ohne Hochzeits-Orga, -Planung oder –Mails.

  3. Kleine Helferlein finden
    Sobald Ihr einen groben Plan habt, wie Eure Hochzeit verlaufen soll, holt Euch Mithelfer ins Boot! Das Gute daran: Wenn man sich das wünscht, statt Hochzeitsgeschenke oder Geld, habt Ihr einen doppelten Vorteil: Es legen sich alle Beteiligten wirklich gern ins Zeug für Euch -- und Ihr spart Zeit oder Nerven! (Oder beides)
    Das kann schon für scheinbare Kleinigkeiten eine große Erleichterung darstellen, und im Idealfall auch Kosten reduzieren. Ihr könnt jemanden bitten, einzelne Aufgaben zu übernehmen (mit einem kleinen Briefing eurerseits), wie zum Beispiel Deko-Elemente organisieren oder basteln (Menükarten, Taschentücher-Briefchen, Namensschilder, etc.), oder der „Head of Kuchenbuffet“ zu sein, wenn Ihr selbst eine Kaffee- und Kuchentafel bereitstellt. Ihr könnt aber auch einzelne Recherche-Punkte (z.B. Bands oder Musiker raussuchen, Motto-affine Deko finden) an Vertraute delegieren: Nennt Eure Kriterien, die Ihr unbedingt möchtet, und bittet Freunde die Such-Arbeit zu übernehmen. Auch kleinere Transport- oder Logistikaufgaben lassen sich so lösen (z.B. für Deko, gemietetes Geschirr, Weinbestellung, etc.).


  4. Zeitpläne machen und Zeitlimit setzen
    Der nächste Punkt, der Stressfreiheit liefern kann, ist eigentlich simpel, wird aber leider oft vergessen:
    Macht Zeitpläne (aber keine minutiösen), plant kleine  Zeitpuffer ein und erledigt nicht alles auf den letzten Drücker. Und setzt Euch ein Zeitlimit, bis wann wirklich alles, was zu Eurer Hochzeit gehört, organisatorisch erledigt ist: Zum Beispiel „Bis vier Wochen vor dem Hochzeitstermin ist alles getan und muss nur noch von … abgeholt werden!“.
    Damit habt Ihr nicht nur a) eine gute Vorgabe, um mit so einer „Rückwärts-Rechnung‘“ Euren Zeitplan zu strukturieren, sondern auch b) die Garantie, dass die letzten Wochen oder Tage bis zu Hochzeit für Euch nicht mit noch mehr To Do’s beladen sind, sondern Ihr euch entspannen und einfach nur noch freuen könnt.

    Sehr hilfreich ist dabei auch der nächste Punkt, übrigens!

  5. Trauzeugen als „Head of Hochzeit“
    Ich empfehle immer, den / die Trauzeugen besonders für den Hochzeitstag einzubinden, und zwar nicht nur, um die Ringe zu reichen.
    Denn tatsächlich glauben viele Paare, sie können auch am Hochzeitstag noch eine Stunde vor der Zeremonie Aufgaben selbst ausführen.
    An der Stelle kommt Punkt 1) nochmal ins Spiel: Egal, wie toll der Zeitplan ist und wie genau Ihr euch daran haltet – es kommt immer irgendwas anders als geplant!
    Und deshalb: Der Hochzeitstag sollte frei sein von jeglichen Punkten für Euch - außer feiern! ;-)

    Damit das möglichst zufriedenstellend für Euch ist, könnt Ihr eure Trauzeugen von Anfang an einbinden in die Planung. Dafür haben sie dann am Hochzeitstag soviel Know-How, dass sie wissen, was-wie-wann-wo zu Eurer Zufriedenheit ist und sind somit Ansprechpartner Nr. 1 für alle Dienstleister und Gäste und deren Fragen: Wo sollen die Geschenke hin und wann gibt’s nochmal die Häppchen? Welches Lied soll die Band zum Einzug spielen? Und wo sitzt eigentlich Onkel Willi?

  6. Alles dokumentieren
    Stressfreiheit für Euren großen Tag kommt auch aus einer anderen Richtung:
    Je mehr Ihr mit allen Dienstleistern schriftlich dokumentiert (Emails, Verträge, Besprechungen nochmals bestätigen lassen, etc.), was vereinbart wurde, umso größer sind die Chancen, dass es eingehalten wird.
    Tatsächlich habe ich schon Hochzeiten erlebt, bei denen zugesicherte Stühle nicht für die Zeremonie da waren.
    Oder die Deko nicht wie vereinbart fertig war, sondern von der Braut in letzter Minute selbst zusammengebastelt werden musste.
    Falls Ihr es vorher nicht schriftlich dokumentiert habt mit dem entsprechenden Dienstleister, habt Ihr keine Gewähr. Natürlich kann es Situationen geben, in denen trotz schriftlicher Dokumentation das Kind schon in den Brunnen gefallen ist, und man nichts mehr ändern kann. Aber dann habt Ihr z.B. wenigstens die Möglichkeit, nachträglich finanziell entsprechende Beträge zu kürzen, weil Ihr es belegen könnt.

  7. Die Romantik hat das erste und letzte Wort!
    Nach soviel Orga und Planung und To Do’s, wird es Zeit, dass das in den Mittelpunkt zurückgerückt wird, was eigentlich zu diesem großen Tag geführt hat und zu Beginn des Ganzen stand: Eure Beziehung.
    Wieviele Paare waren schon am Hochzeitstag wie erschlagen, weil bis zum letzten Moment dekoriert, organisiert, umgeplant wurde...
    Daher kann ich Euch nur wärmstens empfehlen, entweder kurz vor Eurer Hochzeit ein paar Tage als „Vorab-Wellness“ einzubauen, oder aber, falls Ihr etwas weiter weg feiert, schon zwei Tage vorher anzureisen und Euch Ruhe, Abschalten und Entspannen zu gönnen.
    Denn an diesem Tag, auf den Ihr so lange und soviel hingearbeitet habt, geht es nicht darum, ob die Stuhlkissen im 90°Winkel liegen oder die Kerzen schon brennen, wenn Ihr euch an die Kaffeetafel setzt. Sondern nur um Euch, Euer ‚Ja‘ zueinander und den hoffentlich gelungenen Start dafür!